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Die “Architecture of Participation” als Grundlage für das Enterprise 2.0 Konzept

This is my site Written by Bjoern Negelmann on 15. Februar 2008 – 11:09

Nach über zwei Wochen hier mal wieder ein Beitrag … folgendes habe ich gestern für den Newsletter zum Enterprise 2.0 SUMMIT geschrieben:

Diskutiert man über das Thema Enterprise 2.0 ist auf einen Artikel von Ross Mayfield, seines Zeichens Gründer von Socialtext, vom 26. April 2006 zu verweisen. In diesem Artikel diskutiert R. Mayfield das “Power Law of Participation”, was als Grundlage für Konzepte mit Web 2.0 Ansätzen gesehen werden kann.

Im Kern geht es dabei um die Verteilung und den Intensitätsgrad des Nutzer-Involvements, den man auf der Seite der Nutzung identifizieren kann. So lassen sich für partizipative Konzepte im Web 2.0 in der Regel eine breite Masse von niedrigem Involvement und geringer Partizipation feststellen und nur eine geringe Zahl von Nutzern mit hohem Teilnahmegrad. Der Verlauf ist nicht proportional, sondern in Form einer Lorenzkurve stetig konvex.

Interessant an dem Artikel sind dabei die Ausführungen über die Effekte, die sich aus der Nutzerteilnahme ergeben. Allseits bekannt sollten dabei schon der Begriff der “Kollektiven Intelligenz” (auch Schwarmintelligenz) sein, was das Ergebnis einer durch Nutzerpartizipation hervorgerufenen Informationsqualifizierung darstellt. Nutzer, die Informationen bewerten, inhaltlich auszeichnen, kommentieren und austauschen, ergänzen einen singulären Wert, der sich über die Nutzeranzahl aufgrund der Netzeffekte (je mehr teilnehmen, je besser wird es!) potenziert.

Auf der Seite der hohen Partizipation sieht Ross Mayfield allerdings darüber hinaus eine ganz besondere Form der “Intelligenz”, die er als “Collaborative Intelligence” bezeichnet und die sich in einer quantitativen und qualitativen Verbesserung der Zusammenarbeit auszeichnet. Don Tapscott spricht in diesem Zusammenhang auch von “Mass Collaboration” und subsumiert hierunter genau diese Effekte, die durch die selbstverstärkenden Steigerungs- und Wertschöpfungseffekte intensiver Zusammenarbeit entstehen.

Die Effekte aus dieser “Collaborative Intelligence” lassen sich in Innovations- und Flexibilitätsvorteilen konkretisieren, die im Hinblick auf die Wettbewerbssituation vieler Unternehmen einen strategisch wichtigen Faktor darstellen. So erläutert z.B. Euan Semple beim Enterprise 2.0 SUMMIT, wie er in seiner ehemaligen Funktion als Head of Knowledge Management der BBC genau diese Effekte erzielen konnte. Gleiches gilt auch für die Best-Practices von Vodafone, SFR und BTicino.

Insgesamt wurde der Enterprise 2.0 SUMMIT in Anlehnung an die Unterscheidung von Ross Mayfield strukturiert. So zeigt die erste Best-Practice-Session wie “Collective Intelligene” mit Hilfe von neuen “Informationsmanagement-Konzepten” erzeugt werden kann. Während die zweite Fallstudien-Session mit der Keynote von Jenny Ambrozek und den genannten Fallstudien von Vodafone, SFR und BTicino auf die Erzeugung der “Collaborative Intelligence” eingeht.

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