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Das Informationsmanagement ist tot, lang lebe das Informationsmanagement

This is my site Written by Bjoern Negelmann on 6. September 2008 – 19:10

Ich muss gerade einen Fachartikel über die Veränderungen im Informationsmanagement – resp. Content Management – für den prokomREPORT schreiben und möchte hier mal kurz meine Gedanken für den Artikel skizzieren:

  • das Web 2.0 und die Ansprüche der “Knowledge Worker” verändern die Anforderungen an das Informationsmanagement in den Unternehmen;
    • Informationseinheiten müssen Gegenstand von Diskussionen werden – es geht nicht mehr um die Verwaltung von statischen Informationsablagen und deren Publikation, sondern um die Koordination des Informationsflusses; die Veränderungen von Informationseinheiten muss transparenter werden; Informationseinheiten müssen kommentierbar werden
    • Informationseinheiten stehen sowohl in einem mehrdimensionalen semantischen Kontext als auch in Beziehung zu den Erstellern und Nutzern der Inhalte – letztere Beziehungen sind zunehmend öffentlich zu machen
    • Informationseinheiten können in unterschiedlichem Format unterschiedliche Inhaltstiefen transportieren; Audio und Video steht gleichberechtigt neben Text; Inhalte werden zunehmend in Echtzeit verbreitet, müssen aber auch historisch abgelegt sein
  • das Web 2.0 verändert die Anforderungen an die Zusammenarbeit im Unternehmen
    • Instant Messaging als flexibler, asynchroner Informationsaustausch wird zunehmen akzeptiert – IM Inhalte sind dabei oftmals geschäftsrelevant und beantworten zum Teil Fragen, die auch andere Mitarbeiter interessieren – Micro Blogging bietet dafür erweiterte Ansätze
    • Klassische Groupware- und Collaboration-Konzepte basierten auf vorgegebenen Schubladen-Denkkategorien, in denen “kollaboriert” werden konnte – die Anforderungen an die Kollaboration ist aber flexibler und adhoc zu sehen
    • Aus dem Wissen und Handeln der Masse lernen und zu eigenem Handeln aktiviert werden – Social Software Ansätze, welche die Aktivitäten und Beziehungen der Einzelnen transparent für alle machen, bringen einen neuen Nutzwert

Diese neuen Herausforderungen führen zu einem Zusammenwachsen von Informations-, Kollaborations- und Wissensmanagement-Systemen – ergänzt um “Social”-Features wie die Transparentmachung von Beziehungen zwischen Informationseinheiten, Personen und dem geschäftlichen Kontext.

Beispiele hierfür sind u.a.:

  • IBM Lotus Connections – wobei das doch losgelöst von der IBM Content Manager Lösung steht
  • Coremedia und seine Social-Konzepte
  • Reddot und seine Aggregationsansätze

Und das ist dann auch der Grund, warum aus den Contentmanager.days der ECM SUMMIT geworden ist.

So werde das mal etwas gären lassen und freue mich auf Kommentare und Feedback.

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