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T-Mobile G1, Google Android und der lange Weg zum Mobile 2.0

This is my site Written by Bjoern Negelmann on 24. September 2008 – 08:42

Gestern war “Release-Day” des T-Mobile G1, dem Smartphone von T-Mobile und HTC mit dem neuen Betriebssystem für mobile Geräte von Google, dem Google Android. Hier ist eine Liste von Seiten, die detaillierte Beschreibungen zum Gerät, dem Betriebssystem (und der bereits angekündigten nächsten Version) und seinen Features bieten:

Nun mag man ja unterschiedlicher Meinung bzgl. des Aussehens und der “Klasse” des Gerätes im Vergleich zum Apple iPhone sein (aber ehrlich, wer hätte gedacht, dass ein Nicht-Apple-Gerät in Sachen Design Apple das Wasser reichen kann!?!), eins ist klar, der Gong für die nächste Generation der mobile Anwendungen ist nun eingeleitet.

Der bisherige Mobilsektor krankte unter den unterschiedlichen Betriebssystemen, die dann zudem von Gerät zu Gerät noch einmal variierten. Nun kommen Apple und Google auch erstmal mit einem “Träger”-Gerät für ihren Betriebssystemansatz, aber das liegt n.m.V. wohl mehr an den Ausstattungsmerkmalen der Geräte – sprich Touchscreen-Bedienung etc., die von den führenden Herstellern im Massengeschäft so im Standard noch nicht angeboten werden.

Interessant bei beiden Konzepten (Apple und Google) ist, dass man hier von Anfang an auf einen offenen Applikationsmarkt setzt und eine Developer-Community zur Entwicklung von Endanwendungen unterstützt, damit ist der Nutzen als Smart- und Spielphone nicht auf die vorinstallierten Anwendungen beschränkt, sondern beliebig erweiterbar.

Auch wichtig als Kennzeichen für die nächste Generation ist die enge Integration des Web als Interaktionskanal. Das iPhone und das G1 dienen nicht mehr vorrangig zum Telefonieren, sondern sollen ein vollwertiges mobiles Endgerät darstellen. Dies wird in Kombination mit der Web-Integration IMHO auch zu Veränderungen im “Mobile Enterprise”-Sektor führen, wo es um mobile Endgeräte mit Business-Applikationen geht. Wichtig hierfür sind noch gute Sicherheitsfeatures in Bezug auf den Datenaustausch und das Gerät an sich, die nach meinem Kenntnisstand heute noch nicht ausreichend sind.

Sprechen wir von Mobile 2.0 als der Zukunft des mobilen Sektors, bei der das Mobilfunkgerät als “smartes”, “always online” vernetztes Endgerät uns den direkten Kontakt von überall zu unseren virtuellen Netzwerken und Netzdiskussionen erlaubt, so sind das Apple iPhone und das T-Mobile G1 ein erster Schritt in die Richtung, aber sicherlich noch nicht das Ziel der Entwicklung. Dennoch sind beide Geräte und ihre Systemansätze im Vergleich zu den herkömmlichen Geräten in der nächsten Generation angekommen.

Update: Hier gibt es noch eine nette Dokumentation der Pressekonferenz. Interessant dabei die Zitate zu Larry Page: “There are 3 billion mobile phones. This is as good a computer you had a few years ago. When you think of that in terms of access to the Web, that is a tremendous opportunity.”

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